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Veranstalter "Rostock bleibt bunt!"

15. März 2006


Buntes Fest gegen braunen Aufmarsch


Der DGB Nord, der Verein „Bunt statt braun“ und die Hansestadt rufen zur Großveranstaltung am 1. Mai auf. Motto: Rostock bleibt bunt.

Rostock-Stadtmitte Die NPD hat ihre Neonazis zu einer Demonstration am 1. Mai in Rostock aufgerufen. Der Aufmarsch ist Teil ihrer Parteistrategie, in den Schweriner Landtag einzuziehen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB), der Verein „Bunt statt braun“ und die Hansestadt Rostock rufen am 1. Mai zu einer gemeinsamen Großveranstaltung auf. Das Motto: „Rostock bleibt bunt“. Davon ist Ruben Cardenas überzeugt. Der 47-jährige Peruaner lebt seit über 15 Jahren in der Hansestadt und ist unter anderem Geschäftsführer des Ausländerbeirates. „Rostock ist meine Heimat geworden“, sagt Cardenas. In der Stadt leben über 6000 Ausländer. „Es werden mehr“, verweist er auf den Trend. Hochqualifizierte Fachleute aus dem Ausland seien nach Rostock gekommen. Sie arbeiten in der Airbus-Industrie, an der Uni.
„Dass in Rostock Neonazis aufmarschieren, macht uns ein ungutes Gefühl“, beschreibt Cardenas die Stimmung. Viele würden den Aufmarsch der NPD als Bedrohung empfinden.
Britta Volle, Vorsitzende des Vereins „Bunt statt braun“, sagt: „Wir respektieren das Recht der NPD, ihre verfassungsgemäßen Rechte auf Demonstration und freie Meinungsäußerung auszuleben.“ Klar sei, dass die überwiegende Masse in der Stadt und im Land nicht auf die Parolen der NPD hereinfallen. Es werde am 1. Mai keine Gegendemonstration veranstaltet. „Es gibt ein buntes Fest der Demokratie“, sagt Britta Volle, einen Mix aus der Jobparade und dem Friedensfest.
Die Spitzen der Bundes-und Landesparteien werden am 1. Mai nach Rostock kommen: So u.a. Gregor Gysi (Linkspartei.PDS), Claudia Roth (Die Grünen / Bündnis 90), Hubertus Heil (SPD), Till Backhaus (SPD), Peter Ritter (PDS) sowie Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) und DGB-Chef Michael Sommer.
„Wir stehen für ein weltoffenes, buntes Rostock“, hebt Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, hervor. Die NPD wolle mit ihrem Aufmarsch in Rostock den eigenen Wahlkampf anheizen. „Wir werden zeigen, wer die Mehrheit in diesem Land ist“, so Schlüter. Dass Rostock Weltoffenheit präsentiert, ist sich OB Roland Methling (parteilos), sicher.

WOLFGANG THIEL

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